Nachdem RB Leipzig seinem Trainer Ralph Hasenhüttl keinen neuen Vertrag angeboten hat, haben sich beide Seiten am Mittwoch (16.05.2018) auf eine Trennung geeinigt.

Wie der Fußball-Bundesligist bestätigte, haben sich die Parteien auf Hasenhüttls Wunsch auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Am Dienstag hatten die Klubbosse um Sportdirektor Ralf Rangnick und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dem Trainer die erhoffte Verlängerung des bis Ende Juni 2019 laufenden Vertrages verwehrt.

Dies dürfte Hasenhüttl als klares Misstrauensvotum aufgefasst haben – und als triftigen Grund, die sportlich überaus erfolgreiche Zusammenarbeit nach zwei Jahren zu beenden. “Nach gemeinsamen Erfolgen sollte man deshalb ehrliche Worte an den Tag legen können und auch ein klares ‘Nein’ statt ein beschwichtigendes ‘Ja’ wählen dürfen”, sagte der 50-Jährige, der betonte: “Die Zeit in Leipzig wird unvergessen bleiben.”

Rangnick und Mintzlaff: “Keine Alternative”
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff betonten, dass sie gerne mit Hasenhüttl als Cheftrainer in die kommende Saison gegangen wären. “Für Ralph gab es jedoch keinerlei Alternative zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung. Es war daher sein ausdrücklicher Wunsch, den Vertrag aufzulösen. Diesem Wunsch haben wir schweren Herzens entsprochen”, sagte Rangnick.

Noch am Sonntag hatte der Sportdirektor im MDR bekräftigt, dass Hasenhüttl seinen noch bis 2019 laufenden Vertrag erfüllen werde. “Ralph Hasenhüttl hat noch einen Vertrag. Dass es für ihn weitergeht, ist für mich selbstverständlich”, sagte Rangnick.

Hasenhüttl-Aus trotz zweier erfolgreicher Jahre
Damit endet die Zusammenarbeit zwischen Hasenhüttl und RB Leipzig trotz sportlicher Erfolge nach nicht einmal zwei Jahren. Hasenhüttl war im Sommer 2016 vom FC Ingolstadt nach Leipzig gewechselt und hatte den damaligen Aufsteiger als Vizemeister in die Champions League geführt. Nach einer ordentlichen Gruppenphase in der Königsklasse schied RB in der Europa League als letzter deutscher Starter erst im Viertelfinale aus.

In der abgelaufenen Spielzeit qualifizierte sich RB unter Hasenhüttl trotz Doppelbelastung für die Europa League. Sollte Eintracht Frankfurt das DFB-Pokalfinale gegen Bayern München gewinnen, müsste RB vor dem Bundesliga-Start in die Europa-League-Qualifikation.