Apple präsentiert jedes Jahr eine Chip-Generation der hauseigenen A-Serie. Wenn neue iPads der Pro-Serie erscheinen, gibt es zudem noch eine X-Variante, die mehr Leistung mitbringt. Da die Ax-Chips aber auch mehr Wärme erzeugen und mehr Energiebedarf aufweisen, sind diese für iPhones weniger gut geeignet. Es steht außer Frage, dass im nächsten iPhone ein A12 verbaut wird, der direkte Nachfolger des A11 Bionic. Aus offiziellen Unterlagen des Chip-Fertigers TSMC gehen jetzt bereits konkrete Daten hervor, was für den A12 an Leistungsdaten zu erwarten sind. TSMC dokumentiert nämlich jetzt bereits, welche Umstellungen und Verbesserungen anstehen.

Der A8-Prozessor des Jahres 2014 war noch in 20nm-Bauweise gefertigt, beim A9 erfolgte der Wechsel hin zu 14nm und 16nm (je nach Hersteller, also Samsung und TSMC), der A10 Bionic aus dem iPhone 7 wies einheitlich eine Strukturbreite von 16 Nanometern auf, beim A11 Bionic des iPhone 8 und iPhone X glückte der Übergang zu 10nm. Mit geschrumpften Strukturbreiten lässt sich die Energieeffizienz von Chips verbessern und die Leistungsfähigkeit erhöhen. Beim A12 wird TSMC mit 7nm arbeiten.

In der technischen Dokumentation ist die Rede davon, auf einen Schlag 20 Prozent mehr Performance bei 40 Prozent weniger Energiebedarf zu erreichen. Diese Werte werden alleine durch die Umstellung des Fertigungsverfahren erzielt und beinhalten noch keinerlei weitere Anpassungen durch den Hersteller. Da sich Apple nicht damit zufrieden gibt, einfach nur die Strukturbreite verringern zu lassen, ist von einem weiteren maßgeblichen Performance-Zugewinn auszugehen.

TSMC produziert bereits seit vergangenem Jahr 7-nm-Chips, weswegen das Verfahren inzwischen erprobt und ausgereift ist. Für 2019 steht allerdings schon der nächste Schritt an, nämlich 5nm im “FinFET Plus”-Verfahren. Bis zur offiziellen Ankündigung der nächsten A-Generation von Apple vergehen noch rund fünf Monate – nämlich bis zum alljährlichen Herbst-Event. Die Umstellung auf 5 nm erfolgt frühestens mit dem A13 (2019) oder A14 (2020).